Cicely Saunders Ein Leben für die Hospizbewegung Cicely   Saunders   wurde   am   22.   Juni   1918   in   England   geboren.   Sie   besuchte   die   Roedean   School   and   das St.Anne's    College    in    Oxford,    bevor    sie    1944    die    Ausbildung    zur    Krankenschwester    im    St.    Thomas Hospital   Nightingale   School   abschloss.   Aus   Krankheitsgründen   war   sie   gezwungen,   ihren   Posten   dort   zu verlassen,   kehrte   aber   zurück   zum   St.Anne's   College   und   erwarb   dort   1947   eine   weitere   Ausbildung   als Sozialhelferin. Später (s. unten) wurde sie Ärztin. Ein   Erlebnis   mit   einem   sterbenden   Patienten   namens   David   Tasma,   den   sie   im   Jahre   1948   kennenlernte, inspirierte   sie   so   sehr,   dass   sie   ihr   Leben   ab   sofort   in   den   Dienst   der   Hospizarbeit   stellte.   Die   beiden diskutierten    darüber,    wie    sie    es    anstellen    sollten,    eines    Tages    ein    Heim    zu    schaffen,    welches    den Anforderungen    der    Schmerzkontrolle    und    den    Vorbereitungen    auf    den    nahen    Tod    besser    gerecht werden   könne.   Tasma   starb   im   Alter   von   40   Jahren   und   hinterliess   ihr   500   Pfund   mit   den   Worten   «Ich werde   ein   Fenster   sein   in   deinem   Heim».   Cicely   weist   bescheiden   auf   dessen   Anteil   hin:   «David   Tasma», so   sagte   sie,   «der   glaubte,   sein   Leben   auf   dieser   Welt   wäre   sinnlos   gewesen,   startete   eine   Bewegung!». Nach Tasmas Tod arbeitete sie noch weitere drei Jahre im St.Luke's Hospital. Im   Jahre   1951   begann   sie   ihr   Medizinstudium   im   St.   Thomas   und   arbeitete   gleichzeitig   als   freiwillige Helferin    im    St.Joseph's    Hospital.    1957    erhielt    sie    eine    Lizenz    in    der    medizinischen    Fakultät    und praktizierte   im   St.Joseph's   Hospital.   Ihr   Ziel   war   es   aber,   ein   Hospiz   zu   gründen,   welches   sowohl   Ausbildung   als   auch   Forschung   auf   dem Gebiet   der   Betreuung   der   Patienten   kombinierte.   Ihre   Bemühungen   wurden   im   Jahre   1967   von   Erfolg   gekrönt,   als   das   St.Christopher's Hospice im Süden Londons eröffnet wurde. Sie diente dort von 1967 bis 1985 als Medizinische Direktorin. «Ich   brauchte   19   Jahre,   um   ein   Heim   rund   um   dieses   Fenster   zu   bauen»,   sagte   Cicely   bei   der   Eröffnung.   Die   Grundidee   war,   die Bedürfnisse   des   Patienten   zu   erkennen   und   zu   behandeln,   aber   auch   die   Bedürfnisse   der   Familie,   um   das   Leid   zu   mildern,   anstatt   eine Krankheit zu bekämpfen. Sterben sollte als eine Zeit gesehen werden, die sehr viele Möglichkeiten für Heilung und Wachstum bietet. 1980   wurde   sie   von   Queen   Elizabeth   mit   dem   Orden   des   Britischen   Empire   ausgezeichnet,   dem   in   der   Folge   viele   weitere   Auszeichnungen für ihre innovative Arbeit in der Hospizbewegung folgten. Wie    Elisabeth    Kübler-Ross,    war    Dame    Cicely    Saunders    immer    eine    Kämpferin    gegen    die    Euthanasie:    «Es    macht    schutzbedürftige Menschen   so   verletzlich,   dass   sie   glauben,   sie   wären   eine   Last   für   die   anderen.   Die   Antwort   ist   eine   bessere   Betreuung   der   Sterbenden, um sie zu überzeugen, dass sie immer noch ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft sind». Quellen: The John C. Liebeskind History of Pain Collection McGill Reporter: A career of compassion siehe auch Cicely Saunders International 
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